Liebe Freunde des Motorsports, liebe Freunde des historischen Motorsports, 
die Saison neigt sich dem Ende – Zeit, ein wenig zurückzublicken, aber auch, einen Ausblick auf die Zukunft zu geben. 

In diesem Jahr haben wir gemeinsam mit einem tollen Team, unseren Schirmherren, dem MC Eisenach und vielen freiwilligen Helfern das erste Wartburg Rallye Festival auf die Beine gestellt. Es war ein großes Abenteuer, das wir zu einer erfolgreichen Rallye Veranstaltung im Herzen von Eisenach gestartet haben. Alle Teilnehmer, die zahlreichen Fans an den Strecken, unsere Schirmherren Walter Röhrl, Christian Geistdörfer, unser Oberbürgermeister Christoph Ihling, mit seinem Team der Stadt Eisenach und nicht zuletzt das positive Medienecho lassen uns gemeinsam mit vielen positiven Emotionen auf den Mai 2025 zurückblicken. Ein unvergesslicher Moment war sicherlich die auch Eröffnung durch Superintendent Ralf-Peter Fuchs in der Eisenacher Georgenkirche. Unser Ziel war es immer, den Spaß und die Faszination des historischen Motorsports in die Region zu tragen. Dank der Teilnehmer, Zuschauer, Partnern und Sponsoren ist es gelungen auch für den MC Eisenach e.V. dieses Festival mit einem erfreulichen Ergebnis abzuschließen. 

In den vergangenen Wochen haben wir gemeinsam mit dem MC Eisenach e.V. über die Zukunft gesprochen, wir konnten uns jedoch nicht auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit verständigen. Wir alle, der MC Eisenach e.V. wie auch das Team des Wartburg Rallye Festivals, tragen den Motorsport im Herzen. Daher haben wir beschlossen, ab der Saison 2026 getrennte Wege zu gehen. 

Wir werden am Konzept des Wartburg Rallye Festivals festhalten, es fortführen und weiterentwickeln. 
In Kürze werden wir Euch informieren, wie wir das 2. Wartburg Rallye Festival planen. 

Allen Helfern, Teilnehmern, Partnern und Fans danken wir an dieser Stelle noch einmal herzlich für das großartige Engagement und die Begeisterung, die wir in diesem Jahr gemeinsam erleben durften und wünschen Euch eine schöne Vorweihnachtszeit. 

Euer Team des Wartburg Rallye Festivals 

Nennung – wir stellen vor: Trabant 800 RS

Heute: Rainer Seyfarth / Ronny Liening (früher Alfred Lichtenberg), Deutschland

Mit vier Meistertiteln und zwei zweiten Plätzen in der DDR-Rallyemeisterschaft waren die “Unzertrennlichen” Handwerksmeister aus Gotha bewundert und gefürchtet. Auch bei der Rallye Wartburg konnten Sie vier Klassensiege auf Ihrem Konto gutschreiben. 1976 gelang ihnen damit sogar Platz 6 im Gesamtklassement. Ihr Trabant 601 wurde in eigener Werkstatt schnell und zuverlässig vorbereitet und war den Werksfahrern immer auf den Fersen. Mit der Wende und der Auflösung der Werks-Sportabteilung konnte das Team Seyfarth/Lichtenberg – dank jahrelang guter Beziehungen – zwei der drei originalen P800 RS Werkswagen kaufen. Mit 65 PS und einem Gewicht von 620 kg war der 800 RS auch in der Klasse bis 1050 ccm ein ernstzunehmender Gegner. Ein Exemplar dieses seltenen Rallyewagens mit der “Plastekarosserie” steht im Zwickauer Automobilmuseum. Die beiden anderen ehemaligen Werksrenner sind ab und an auch bei Slowly Sideways Veranstaltungen zu bewundern.

Gestern: Frank Ficker/Rainer Leonhard, 1000 Seen Rallye 1988

Nachdem ein Start mit dem Trabant 600 in der hubraumstärkeren Klasse bis 1150 ccm chancenlos war, entwickelte das Werk in Zwickau in erstaunlich schneller Zeit das Modell 800 RS mit 780 ccm und 65 PS. Jetzt mit großen Alfer-Bremstrommeln an der Vorderachse und mit stark verrippten Aluminiumbremstrommeln an der Hinterachse, dazu verstärkten Fahrgestellteilen sowie ein 5-Gang Getriebe. Der 800 RS wurden u.a. in Finnland bei der 1000-Seen-Rallye, bei der Rallye Akropolis und der Rajd Polski – welche für ihre besonders materialmordenden Strecken berüchtigt waren – sowie vielen anderen internationale Rallyes, eingesetzt. Bei diesen Einsätzen standen besonders wirtschaftliche Interessen im Vordergrund. Diese Länder waren gute Kunden des Zwickauer Werkes. Die beiden nun in Gotha beheimateten Ex-Werkswagen waren leistungsmäßig absolut gleich. Bei der 1000 Seen 1988 belegte das Team Ficker/Leonhard den 63. Platz und wurden vierter in Ihrer Klasse.